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SCHNELLENDER FINGER

Schnellender Finger

Welche Beschwerden treten auf?
Charakteristisch für den schnellenden Finger oder Daumen ist ein Schnappen beim Versuch der Streckung. Dieses Schnappen kann schmerzhaft, aber auch völlig schmerzfrei sein und tritt vor allem am Morgen auf. In späteren Stadien lässt sich der Finger nur mehr gewaltsam oder gar nicht mehr strecken. In der Hohlhand lässt sich manchmal eine schmerzhafte Verhärtung tasten. Die Erkrankung wird daher häufig mit der Dupuytren-Kontraktur verwechselt.

Warum schnappt der Finger/Daumen?
Durch zeitweilige Überlastung oder nach Entzündungen kommt es in Höhe des Grundgelenkes zur Verdickung des sogenannten Ringbandes und der Beugesehne. Die Folge ist, dass die Sehne „hängen“ bleibt und bei Überwindung des Widerstandes das typische „Schnappen“ auftritt. Seltene Ursachen sind rheumatische Erkrankungen, bei Kleinkindern kann die Enge auch angeboren sein.

Welche Gefahren drohen?
Bleibt der Finger stets gebeugt, verkürzen die Sehnen mit entsprechenden Folgen, die Stellung bleibt fixiert. Die Beugesehne kann durch die Einengung Schaden nehmen und letztendlich reißen.

Welche Therapie gibt es?
Bei relativ geringen Beschwerden lohnt es sich manchmal, 4 – 6 Wochen zu warten, weil häufig in diesem Zeitraum sich die Enge wieder löst und der Finger wieder frei beweglich wird. Länger sollte jedoch nicht zugewartet werden. Dann ist ein operativer Eingriff erforderlich. Dabei wird in örtlicher Betäubung oder Armbetäubung ein kleiner Schnitt über der Engestelle gesetzt und diese einfach durchtrennt („Ringbandspaltung“). Eventuell entzündetes Sehnenscheidengewebe wird mit entfernt.
Der Eingriff ist kaum belastend und kann in jedem Lebensalter durchgeführt werden.
Früher häufig gebräuchliche lokale Cortisoninjektionen sollten wegen möglicher Schäden an den Sehnen nicht mehr durchgeführt werden.

Nachbehandlung?
2 - 3 Tage Schonung, danach soll und muss der operierte Finger bewegt werden um Verklebungen zu vermeiden.




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