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MORBUS DUPUYTREN

Morbus Dupuytren

Die Dupuytren`sche Erkrankung


Was ist eigentlich die Dupuytren-Erkrankung?
Zwischen der Haut der Hand und der Finger und den Beugesehnen spannt sich straffes Bindegewebe, die so genannte Palmaraponeurose. Bei der Dupuytren-Erkrankung kommt es zu knoten- oder strangartigen Wucherungen dieses Gewebes. Diese Wucherungen sind zwar gutartig, können aber rasch zum Einziehen ("Kontraktur") eines oder mehrer Finger führen. Wichtig: es handelt sich dabei nicht um eine Erkrankung der Sehnen! Die Ursache der Krankheit ist noch nicht ganz aufgeklärt. Sie tritt gehäuft bei Diabetikern, bei Epilepsie und bei Lebererkrankungen auf. Am häufigsten ist wohl jedoch eine genetische / erbliche Ursache anzunehmen. Während in Südeuropa die Erkrankung praktisch unbekannt ist, tritt sie mit zunehmender Häufigkeit im Norden Europas auf. In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Menschen davon betroffen, in erster Linie Männer.

Wie wird die Diagnose gesichert?
Eine gründliche Untersuchung der Hand reicht in der Regel aus! Es sind keine technischen Untersuchungen wie Röntgen oder Kernspin erforderlich.

Wie und wann wird die Hohlhandstrangbildung behandelt?
Das krankhaft veränderte Gewebe der Hohlhand und der betroffenen Finger wird operativ möglichst vollständig entfernt. In fortgeschrittenen Fällen ist auch die Haut verkürzt. So müssen gelegentlich Hautverpflanzungen erfolgen. Eine Operation ist in der Regel nur notwendig, wenn einer oder mehrere Finger nicht mehr voll gestreckt werden können. Eine Operation bei einem einzelnen nicht störenden Knoten sollte sogar unterbleiben! Bei Schmerzen, sehr starken Hauteinziehungen oder bei störenden ausgedehnten knotigen Veränderungen kann eine Operation auch ohne Streckverlust der Finger sinnvoll sein. Hier kann es bei sehr starken Hauteinziehungen zu Infekten durch Schmutzpartikel kommen, wenn sich Schmutz in den Hauteinziehungen festsetzt.
Nichtoperative Maßnahmen sind häufig versucht worden, zum Beispiel Cortisoneinspritzungen, jedoch haben sie keinen nachweislichen Erfolg und sind wieder verlassen worden.
Ein neues - zunächst vielversprechendes - Medikament hat wegen des fehlenden Nachweises der Wirksamkeit keine Zukassung erhalten und wird daher nicht mehr in Deutschland vertrieben.

Wie wird die Operation vorgenommen?
In Narkose und Blutleere werden Schnitte in der Hand vorgenommen, das veränderte Gewebe wird freigelegt und entfernt (siehe Fotos). Die Haut wird genäht, in der Regel wird für einige Tage eine Drainage eingelegt. Ab und zu müssen versteifte Gelenke gelockert werden. In Operation dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden, manchmal auch länger.
In weniger schweren Fällen kann auch eine Lösung der Stränge durch multiple Nadelstiche versiucht werden (Nadelfasziotomie).

Was muss nach der Operation beachtet werden?
Die sorgfältige Überwachung des Heilverlaufs muss sicher gestellt sein! In vielen Fällen ist nach Abschluss der Wundheilung eine Krankengymnastik angezeigt.
Jede Operation beherbergt auch Risiken, die Sie vor dem Eingriff mit dem Arzt besprechen. Die Risiken sind selten, die weitaus meisten Eingriffe verlaufen störungsfrei.
Welche Komplikationen kann es geben?
· Infektionen
· Absterben der Haut an den Wundrändern oder von Hautlappen
· Verletzungen von Nerven mit anschließender Gefühlsstörung
· Narbenschrumpfung mit erneuter Einziehung
· Die sogenannte Sudeck`sche Erkrankung oder Reflexdystrophie mit schweren Beeinträchtigungen der Handfunktion.




 
Typisches Bild einer Kontraktur des Kleinfingers
Intraoperativer Befund. Der krankhafte Strang ist gut erkennbar.
5 Wochen nach der Operation



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